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i know i'll keep going but i can't find a reason [entries|archive|friends|userinfo]
mildebriese

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'33 war Adolf Hitler Gottes Sohn [Apr. 15th, 2007|08:17 pm]
mildebriese
..doch was macht das schon. So sah ich vergangenen Freitag das letzte Blumfeld-Konzert meines Lebens. Dieser Sachverhalt scheint mir auch durchaus seine Richtigkeit zu haben. Das Gefühl sagt einem, dass diese Band nicht mehr wirklich in unsere Zeit passt. Wie der der junge Mann neben mir, der an einer ruhigen Stelle tief traurig ein "ihr dürft nicht gehen" von sich gab, worauf mir ein kopschüttelndes "wie gruselig" entfuhr. Steigern konnte dies nur noch die Frau hinter mir, rief sie doch nach "komm mit in den Alltag" laut "komm mit mir Jochen", was von Klaas etwas ungehalten mit einem "halts Maul" quitiert wurde.

So haben wir gestern uns dann auch passenderen Formen der Sozialkritik zugewandt. Bernd Begemann spielte wie jeden zweiten Samstag im Monat eines seiner Alben im Blue Shell und mehr als "ich identifiziere mich nicht mit der Firmephilosphie" muss auch gar nicht gesagt werden.

Abgeschlossen wurde der Abend dann auf einer Vinyl Vibes Party mit Musik, die ich kaum kenne, die (mir) auch nichts sagt und damit sehr schön ist. In einem Club in einem Bahndamm, in welchem ich noch nie war, mich aber doch gleich an die schöne Stadt Wien erinnert fühlte.

Die Übelkeit, die mich heute einen großen Teil des Tages kostete, ließ mich resümieren, dass Weggehen hin und wieder auch ganz nett ist, aber auch nicht unbedingt sein muss. So könnte ich heute mehr über das zaristische Russland oder die Junghegelianer wissen. Das ist bestimmt auch nett.
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kein schulterklopfen mehr [Jun. 10th, 2006|09:38 pm]
mildebriese
bis vor kurzem dachte ich, deutschland müsse unbedingt und dringlich in der vorrunde aus der fußballweltmeisterschaft ausscheiden um alle anderenfalls eintretenden widerwärtigkeiten zu vermeiden.
in der u-bahn nahm ich mir schließlich das booklet des wiederveröffentlichen albums von kolossale jugend namens leopard II zur hand. eine band, die ich naturgemäß 1989/90 verpasst habe, da ich mit acht jahren keinen verkopften rock in deutscher sprache, sondern tina turner hören wollte. die idee, in einem solchen booklet weggefährten der band quasi posthum einige texte schreiben zu lassen hielt ich für ziemlich daneben. warum sollten 2004 solche leute irgendwelchen notalgischen quatsch auf papier bringen? doch was mich erwartete war nicht blos solches, sondern auch viel scheinbar intelligentes von scheinbar intelligenten menschen. spätestens die zweite rotgrüne regierungszeit dürfte die dringlichkeit der wiedererinnerung an (für mich: kennenlernen von) kolossale jungend nahezu notwendig gemacht haben. einer der bookletautoren spricht von einem "anti-kumpanei-programm" und ich denke sofort an tomte bzw. thees uhlmann, der mir nichts dafür zu können scheint, dem ein solches aber dennoch gut täte. "weil es keine orte gab, wo sie hingehörten oder hingehören wollten, waren sie überall richtig." doch es handelt sich nicht um lächerliche destruktion, wie sie etwa eine durchschnittliche punkband produziert. "sie eigneten sich die orte an", offenbar aber ohne sie konkret füllen, wie auch die texte ohne konkrete interpretation auskommen müssen und wohl auch nur auf diese weise funktionieren. der sinn entsteht in der befindlichkeit, doch weit jenseits uhlmann'scher oder du-bist-deutschland-artiger brüderlichkeit.
zur zeit der wiedervereinigung schon, als deutschland ähnlich wie derzeit so richtig deutschland war "und man die auswüchse der wiedervereinigung in form brennender flüchtlingsheime mit dem stillen protest von licherketten zu bekämpfen versuchte", brachen kolossale jugend mit dem konsensualen schulterklopfen.
"damals erlaubten bestimmte gesellschaftliche umstände, dass bands eine zeit lang neue sicht- und denkweisen entwickeln konnten. heute befürchte ich, dass die voraussetzungen für solche umstände nicht sehr günstig sind. [...] ich wünschte nur, dass kristof schreuf und alle genannten und nichtgenannten durch ihr tun und lassen die verbreitete, individualisierte haltung in frage stellen können", sagt alfred hilsberg.
um diese hoffnung nicht aufzugeben scheint die kolossale jugend aktueller den je. wer noch zwanzig euro zur seite legen kann, sollte sie in "heile heile boches" und "leopard II" investieren und nicht in der konsumentenhaltung verhaftet bleiben.
ein frühzeitiges deutsches ausscheiden wird uns wohl nicht retten, sondern vielmehr genauso seinen weg zur verwertung finden wie der weltmeistertitel.
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es könnte trost geben [May. 14th, 2006|12:57 pm]
mildebriese
im juni ist es ganau drei jahre her, dieses konzert in bielefeld. wir sahen uns, lächelten, küssten uns. die band wurde zur begleitmusik, die welt um uns verschwand. was darauf folgte war das gemeinsame letzte jahr auf dem land, dass trotz der entfernung so vergleichbar verlief, getragen von der hoffnung, mit dem land auch alls übel dieser welt hinter sich lassen zu können. danach ihr jahr im ausland, meins in der neuen stadt, was uns immer wieder zerriß. und nun unser letztes jahr in diesen beiden seltsamen städten, all die probleme, über die zu sprechen uns nicht gelang, all die viel zu kurze zeit an den wochenenden, all das. gerade schien alles wieder sinn zu machen, es schien eine perspektive zu geben, gemeinsame hoffnungen und träume, doch es sollte nur meine einschätzung sein. wir sollen freunde bleiben, doch ich weiß nicht, ob ich dazu im stande bin.
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ich rauche so lange rick mcphail raucht [Aug. 18th, 2005|10:14 pm]
mildebriese
[mood |dem himmel so nah]
[music |gibts hier leider nie]

ich rauche zu viel, stellte ich nach dem anzünden der soeben gedrehten zigarette fest, da ich im anschluss daran die erst zur hälfte abgebrannte und noch qualmende zigarette im aschenbecher sah.

und ich schreibe hier zu wenig, stelle ich schon länger fest.

und ich lese gerade mein drittes buch von linus volkmann und frage mich, ob ich dank meiner zukünftigen mitbwohner, die wohl durchaus einige zeit auf bauwagenplätzen verbringen, auch im ganz richtigen leben mal jemanden wir king cobra kennenlernen darf.

und ich habe in den letzten zwei tagen, qua meines nebenjobs in der betreuung eines schwerbehinderten, zwölf filme gesehen, vier davon im kino beim "fantasy filmfest" und frage mich, ob mir je so oft die zeilen "wird man was man furchtbar hasst, nämlich cineast, zum kenner dieser fürchterlichen streifen" durch den kopf gegangen sind.

und ich freue mich aus samstag, wenn ich mehrere tausend christen ermorden werde, dich mich daran hindern zu suchen, den hauptbahnhof zu passieren und meinen zug nach siegen zu bekommen.
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(no subject) [May. 7th, 2005|09:11 pm]
mildebriese
You scored as Existentialism. Your life is guided by the concept of Existentialism: You choose the meaning and purpose of your life.



“Man is condemned to be free; because once thrown into the world, he is responsible for everything he does.”

“It is up to you to give [life] a meaning.”

--Jean-Paul Sartre



“It is man's natural sickness to believe that he possesses the Truth.”

--Blaise Pascal



More info at Arocoun's Wikipedia User Page...

</td>

Existentialism

75%

Nihilism

65%

Hedonism

55%

Utilitarianism

55%

Strong Egoism

45%

Justice (Fairness)

45%

Kantianism

25%

Apathy

25%

Divine Command

0%

What philosophy do you follow? (v1.03)
created with QuizFarm.com
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nothing has changed and nothing lasts in this place [Apr. 8th, 2005|03:15 am]
mildebriese
[music |pale - another smart move (was ich nie behaupten könnte)]

für gewöhnlich schlafe ich recht gerne. so bis etwa elf uhr, was meiner meinung nach die optimale uhrzeit ist, um einerseits ausgeschlafen zu sein, andereseits den tag aber noch für etwaige vorhaben nutzen zu können.
seit meinem umzug allerdings werde ich morgens zwischen sieben und halb neun wach, was zumeist ein zeitpunkt ist, an dem ich noch nicht besonders viel schlaf in mich aufnehmen konnte. den grund hierfür konnte ich noch nicht abschließend ermitteln. zwar habe ich hier keine vorhänge, aber auch die in meiner alten wohnung waren so dünn, dass die glasscheiben vermutlich mehr lichtstrahlen vorm eindringen abgehalten haben.
in der hoffnung, dass dies aber dennoch die ursache meiner schlaflosigkeit ist, sind lisa und ich eben zur tat geschritten. vor dem einen fenster klebt nun ein plakat, welches für das neue album von meinen großen helden kool savas und azad wirbt, was eines nachts von uns in leicht angetrunkenem zustand von einem stromkasten entfernt wurde. einer der wenigen, ja eigentlich die einzige plakatentfernaktion, die wir erfogreich abschliessen konnten.
das andere fenster wurde mit veschiedensten plastiktüten von "schallplatten", "cargo records", "videotaxi" über gelbe seiten und lidl bis hin zu einer neutralen weissen tüte geschmückt und verschönert das zimmer doch ungemein.
nun also bin ich voller hoffnung, morgen erstmals ausschalfen zu können. hiermit plane ich auch in kürze zu beginnen.
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stockhausen und peter rüchel und ich [Apr. 8th, 2005|01:26 am]
mildebriese
[mood |unklar]
[music |patrick wolf]

es ist gar angenehm, in meinem neuen zuhause nun endlich einen internetzugang zu haben. wer es mit sowas eilig hat, sollte nicht zu netcologne gehen.
wie dem auch sei, es ist höchste zeit, nochmal irgendwas langweiliges zu schreiben. wobei man computer mich daran hindern zu wollen scheint, da er jetzt bereits zwei mal unaufgefordert neustarts gemacht hat.

jedenfalls bin ich neuerdings bekennender fan von peter rüchel, welcher vor rund hundert jahren den wdr-rockpalast moderiert hat. in den vergangenen gefühlten zehn tagen habe ich ihn drei mal getroffen. einmal bei den festlichkeiten zum 15jährigen bestehen der live music hall, wo paddy unbedingt ein foto mit ihm haben musste und er höchst freundlich und amüsant aus seiner zeit beim wdr erzählte. dann war er gestern als diskutant bei der taz-diskussion zum thema viva/medienstandort köln der einzige mit brauchbaren positionen auf dem podium. menschen wie milka, uh-young kim (?) und selbst den viva-betriebsrat hingegen konnte man eher vergessen. zuletzt traf ich ihn vor ein paar stunden bei kaisers wo er mit der joghurt-auswahl ähnlich überfordert zu sein schien wie ich. ob er aber ebenfalls den konsum des selbigen aus diesem grunde verweigerte konnte ich nicht mehr feststellen, da ich mich auf den heimweg machte.
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emptiness is loneliness and loneliness is cleanliness and cleanliness is godliness and god is empty [Mar. 3rd, 2005|10:01 am]
mildebriese
[mood |keine]
[music |sollte nicht schwer zu erraten sein]

just like me
ein wenig entsetzt muss ich die plumpheit des vorigen eintrags feststellen, wobei anzumerken wäre, dass ich ein wenig betrunken war gestern nacht. viel was besseres fällt mir eben auch nicht mehr ein.
überhaupt werden meine einträge in chronologischer reihenfolge immer schlechter und auch die ersten sind nicht unbedingt aufregend.
gleich werde ich nochmals zu meinem sarg reisen und ihn ausmessen, um herauszufinden, wie viel stoff wohl für dessen ausgestaltung vonnöten sein wird.
im weiteren tagesverlauf reise ich dann nach siegen, werde allerdings freitag abend wieder zurück sein. einen tag in dieser stadt zu verbringen halte ich auch für vollkommen ausreichend.
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people always tellin' me how happy i could be, i'm never gonna find out [Mar. 3rd, 2005|02:09 am]
mildebriese
[music |new end original - hostage]

was fange ich blos nochmal mit diesem leben an
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jeder geschlossene raum ist ein sarg... [Mar. 2nd, 2005|05:53 pm]
mildebriese
... und ich habe mir nun einen neuen zulegen dürfen. er ist deutlich kleiner als der bisherige, liegt in einer sehr viel weniger schönen gegend und muss auch innen noch mit stoff behangen werden.
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